[ Orthopädie Schuhtechnik Landesverband Niedersachsen, Bremen ] Aktive Fußgesundheit
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Impressum
Podologie

Bei der Podologie handelt es sich um ein Spezialgebiet, das insbesondere für Menschen mit Diabetes bedeutend ist. Doch was bedeutet Podologie? Der Name hat seine Wurzeln im griechischen "Podos" (= Fuß). Demnach ist Podologie die Lehre und Wissenschaft vom Fuß. Podologen sind Spezialisten in der medizinischen Fußpflege. Sie haben sich qualifizierte Spezialkenntnisse erworben und füllen mit ihrem medizinischen Assistenzberuf einen Tätigkeitsbereich aus, der nicht mehr durch andere Berufe ersetzt werden kann. Menschen mit Diabetes, die an einer Nervenstörung (Polyneuropathie) und/ oder einer Durchblutungsstörung (Angiopathie) leiden, benötigen eine podologische Fußbehandlung. Nach Rücksprache mit dem behandelten Diabetologen kann diese Behandlung auch verordnet werden.
 

Verordnungsfähige Maßnahmen

Die verordnungsfähigen Maßnahmen der podologischen Therapie beim Diabetischen Fußsyndrom (DFS) beinhalten laut Heilmittelkatalog:

1. Hornhautabtragung
Die Hornhautabtragung dient der Vermeidung von drohenden Hautschädigungen wie beispielsweise Fissuren (Risse), Ulcera (Geschwüre) und Entzündungen. Durch spezifische Techniken der Schälung und des Schleifens der Haut wird die Hornhaut vorsichtig abgetragen ohne die Keimschicht zu verletzen.

2. Nagelbearbeitung
Diese beseitigt ungewöhnliche Nagelbildungen ohne dabei Verletzungen zu verursachen. Durch Schneiden, Schleifen und Fräsen können auch das Nagelbett oder der Nagelwall vorsichtig bearbeitet werden.

3. Podologische Komplexbehandlung
Die Podologische Komplexbehandlung umfasst sowohl die Hornhautabtragung als auch die Nagelbearbeitung in einer Behandlung.
Podologie-Techniken

Der Podologe untersucht die Füße und kann so auch vorbeugende Maßnahmen treffen. Er achtet auf Farbveränderungen, Temperatur, Beschaffenheit, Druckstellen, Verhornungsstörungen (Hyperkeratosen), Hühneraugen (Clavi) und tiefe Hornhautrisse (Rhagaden). Er entfernt lokale vermehrte Hornhautbildung und Hühneraugen mittels der Skalpelltechnik. Dabei ist die Hygiene oberstes Gebot, weshalb der Podologe immer mit sterilen Instrumenten arbeiten muss. Die so genannten Turbinen- und Nasstechniken sind heute Standard in der Podologie.

Eine regelmäßige Behandlung alle vier bis sechs Wochen ist empfehlenswert, um extreme Hautverletzungen (Läsionen) zu vermeiden.

Die drei wichtigsten Punkte bei der Versorgung des diabetischen Fußsyndroms sind:

- Intensive Zusammenarbeit des Podologen mit dem Behandlungsteam (z.B. Diabetologe, Hausarzt oder Internist) des Patienten

- Im nicht ärztlichen Bereich ist die enge Teamarbeit mit dem Orthopädie Schuhtechniker notwendig, um die optimale Schuhversorgung und Druckentlastung gemeinsam zu besprechen

- Intensive Zusammenarbeit mit dem Patienten, beispielsweise zum Thema Fußpflege oder Druckentlastung.
 

Menschen mit Diabetes müssen den Füßen besondere Aufmerksamkeit schenken. Sind bereits Probleme mit der Durchblutung und/ oder Empfindungsstörungen der Nerven aufgetreten, sollte bei der Fußpfege die professionelle Hilfe eines Podologen in Anspruch genommen werden.
Podologe und Fußpfleger - wo liegen die Unterschiede?

Podologe
  • zweijährige Vollzeitausbildung mit staatlicher Abschlussprüfung
  • medizinische Fußpflege
  • Gesundheitsberuf
  • Erlaubnisurkunde der Gesundheitsbehörde
  • Leistungserbringer von Heilmitteln nach SGB § 124,125
  • kann Kassenzulassung beantragen
Fußpfleger
  • Kurzzeitausbildung
  • kosmetische Fußpflege
  • Handwerk
  • Gewerbeschein
  • Dienstleister
  • keine Kassenzulassung

 


Podologie

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