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Einlagen
Was ist das Ziel einer modernen Einlagenversorgung?
Die Einlagenversorgung hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Das liegt nicht nur an der Zahl der ärztlichen Verordnungen, sondern vor allem an technologischem Fortschritt, fachlicher Beratung und individueller Versorgung. Eine präzise Fußuntersuchung ist dabei unerlässlich, um eine Einlage zu fertigen, die dem Patienten wirklich hilft – und gleichzeitig Kosten für das Gesundheitssystem spart.
Wie läuft eine individuelle Beratung und Untersuchung ab?
Die Einlagenversorgung beginnt mit einer detaillierten Analyse von Fuß und Bein sowie einer Gehprobe vor und nach der Einlagenversorgung. Auch der getragene Schuh wird sorgfältig beurteilt, da er Hinweise auf Fehlstellungen liefert. Ziel ist es, eine optimale Einheit zwischen Fuß, Einlage und Schuh zu schaffen.
Warum ist die Zusammenarbeit zwischen Patient, Arzt und Orthopädieschuhmacher so wichtig?
Nur durch die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten kann eine maßgeschneiderte orthopädische Versorgung gelingen. Der Orthopädieschuhmacher muss sich auf individuelle Belastungsvorgaben einstellen – unterstützt durch eine große Auswahl an Materialien.
Was macht Sporteinlagen besonders?
Sporteinlagen müssen den besonderen Belastungen beim Sport gerecht werden. Die dynamische Fußfunktion steht hier im Fokus. Eine Sporteinlage sollte:
- Auftrittsphase: Dämpfen und Fersenführung verstärken
- Belastungsphase: Längsgewölbe stützen, Überpronation vermeiden
- Abstoßphase: Kraftübertragung optimieren, Quergewölbe stützen
- Das Material (z. B. fester EVA im Vorfuß) und die Anpassung an Sportart und Beschwerdebild spielen eine zentrale Rolle. Auch der verwendete Sportschuh wird in die Analyse einbezogen.
Das Material (z. B. fester EVA im Vorfuß) und die Anpassung an Sportart und Beschwerdebild spielen eine zentrale Rolle. Auch der verwendete Sportschuh wird in die Analyse einbezogen.
Wie wird eine orthopädische Einlage hergestellt?
- Trittspur (Blaudruck) zur ersten Orientierung
- Gipsabdruck in korrigierter Fußstellung
- Modellherstellung durch Ausgießen mit Gips oder Kunststoff
- Thermoplastische Anpassung über das Modell
- Einarbeitung von Stützelementen wie Pelotten oder Gewölbebrücken
- Schleifen auf exakte Maße des Konfektionsschuhs
- Veredelung durch Beziehen mit Leder
- Kontrolle und Anprobe im Betrieb
Welche Einlagentypen bieten wir an?
Unsere individuell gefertigten Einlagen decken ein breites Spektrum ab – je nach Befund und Bedarf:
- Fußbettung mit Vorfußentlastung (z. B. bei Marton’scher Neuralgie)
- Fußbettung zur Korrektur von Fehlstellungen und Linderung von Belastungsschmerzen
- Aktiv-Einlage aus Gießharz für schwere kindliche Knick-Senkfüße
- Gießharz-Schaleneinlage mit Supinationskeil für Kinder
- Plexi-Einlage bei leichtem Knick-Senkfuß (besonders hautfreundlich)
- Kork-Leder-Einlage für leichte bis mittlere Deformitäten bei Erwachsenen
- Fußbettung mit Fersenschale und dämpfendem Material